Die Autoren
Paulus Pinkepank, 54, war bis vor drei Jahren Vorsitzender eines Vereins für Arbeitslose. Seit seiner Jugend hat er sich in zahlreichen sozialen Projekten immer wieder ehrenamtlich engagiert. Nach der Wende gründete er gemeinsam mit einer Reihe weiterer engagierter Mitstreiter besagten Verein, dessen Vorstand er bis 2007 angehörte. Durch dieses soziale Engagement hatte er zahlreiche Kontakte zu allen am Hartz-IV System Beteiligten. Besonders tiefe Einblicke verdankt er seiner Begleittätigkeit. In dessen Rahmen hat er viele Langzeitarbeitslose zu Gesprächen mit den zuständigen Stellen begleitet. Was er dabei erfuhr, diente als Basis für einen Teil seiner Ausführungen in diesem Buch.
Horst Krause, 66, mittlerweile seit zwei Jahren im wohlverdienten Ruhestand. Zuvor war er 8 Jahre lang arbeitslos. Er führte einen Kampf gegen seine "Ausmusterung" über die sog. 58er Regelung, mit deren Hilfe die Bundes-regierung alte und damit nicht mehr vermittelbare Arbeitnehmer statistisch "entsorgte".
Ein Veteran der Arbeitslosenszene, der buchstäblich darum kämpfte, nicht bereits mit 56 Jahren zwangsweise in die Arbeitslosigkeit abgeschoben zu werden. Sein Kampf gegen die erdrückende Bürokratie der Bundesagentur füllt mehrere Aktenordner. Ihm verdanke ich, Paulus Pinkepank als Autor des Buches, Einblicke in und Erfahrungen aus dem Arbeitslosenhilfesystem alter Prägung, wie es bis Ende 2004 bestand, sowie zum Übergang zu Hartz-IV im Jahr 2005.
Horst Krause möchte anonym bleiben, da er das, in den Jahren des Kampfes mit einer schier übermächtigen Behörde aufgebaute Gefühl, kritische Äußerungen in Richtung Jobcenter bzw. Arge könnten Sanktionen nach sich ziehen, selbst jetzt als Rentner noch nicht ablegen konnte.
Ein Veteran der Arbeitslosenszene, der buchstäblich darum kämpfte, nicht bereits mit 56 Jahren zwangsweise in die Arbeitslosigkeit abgeschoben zu werden. Sein Kampf gegen die erdrückende Bürokratie der Bundesagentur füllt mehrere Aktenordner. Ihm verdanke ich, Paulus Pinkepank als Autor des Buches, Einblicke in und Erfahrungen aus dem Arbeitslosenhilfesystem alter Prägung, wie es bis Ende 2004 bestand, sowie zum Übergang zu Hartz-IV im Jahr 2005.
Horst Krause möchte anonym bleiben, da er das, in den Jahren des Kampfes mit einer schier übermächtigen Behörde aufgebaute Gefühl, kritische Äußerungen in Richtung Jobcenter bzw. Arge könnten Sanktionen nach sich ziehen, selbst jetzt als Rentner noch nicht ablegen konnte.
Gerda Ullmann, 47, Sachbearbeiterin einer ARGE möchte verständlich-erweise "unerkannt" bleiben, da sie Schwierigkeiten am Arbeitsplatz befürchtet, und mit Sicherheit zu befürchten hätte. Frau Ullmann stammt aus den Neuen Bundesländern, war selbst nach der Wende vorübergehend arbeitslos, bevor sie über die Beziehungen ihres heutigen Mannes in Westdeutschland ihre jetzige Stelle bekam.
Durch sie hatte ich Einblick in die Strukturen und das Vorgehen der Gegenseite
der Arbeitslosen, der ARGEn, Jobcenter und ihre verqueren inneren
Strukturen. Durch Gerda Ullmann erhielt ich zudem Gelegenheit, mit
weiteren ihrer Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich der Jobcenter zu diskutieren. Diese Gespräche waren für mich erschreckend und bedrückend
zugleich, weil sie das tiefe Misstrauen sowie die riesigen Vorurteile von
Sachbearbeitern/Fallmanagern gegenüber ihren „Kunden“, den Langzeit-
arbeitslosen, in einen erschreckenden Umfang und Ausmaß aufzeigten.
Durch sie hatte ich Einblick in die Strukturen und das Vorgehen der Gegenseite
der Arbeitslosen, der ARGEn, Jobcenter und ihre verqueren inneren
Strukturen. Durch Gerda Ullmann erhielt ich zudem Gelegenheit, mit
weiteren ihrer Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich der Jobcenter zu diskutieren. Diese Gespräche waren für mich erschreckend und bedrückend
zugleich, weil sie das tiefe Misstrauen sowie die riesigen Vorurteile von
Sachbearbeitern/Fallmanagern gegenüber ihren „Kunden“, den Langzeit-
arbeitslosen, in einen erschreckenden Umfang und Ausmaß aufzeigten.
Gerald Sauter, 49, war viele Jahre General-Manager einer Softwarefirma. Als ein völlig atypischer Hartz-IV Empfänger berichtet er über die Gründe für seine Arbeitslosigkeit und seine Hartz-IV "Karriere". Auch Sauter wurde trotz seiner vorherigen Tätigkeiten als Geschäftsführer, z.B. einer Softwarefirma, völlig kontraproduktiv zu 1-Euro-Jobs gezwungen. Seiner Beharrlichkeit sowie seinen exzellenten Erfahrungen aus seiner Branche verdankt er nach qualvollen Jahren als Langzeitarbeitsloser eine neue Führungsausgabe, bezeichnenderweise nicht in Deutschland, sondern im Ausland. Nachdem er inzwischen wieder in „Brot und Arbeit“ ist, gilt es, seine Identität durch die Anonymität doppelt zu schützen.
Rolf Fiege, 52, ist Inhaber eines sogenannten Beschäftigungsträgers und
einer regionalen Zeitarbeitsagentur. Er möchte verständlicherweise ebenfalls anonym bleiben, da er befürchtet, andernfalls mit einem Vergabeboykott seitens der zuständigen Jobcenter abgestraft zu werden.
Ihm verdanke ich tiefe Einblicke in das Zusammenwirken von Jobcentern und Beschäftigungsträgern, wie Zeitarbeitsfirmen, als Basis für die sog. Mehrauf-wandsentschädigungen, Ein-Euro-Jobs, sowie Hintergründe über die Welt der "Aufstocker" und anderer prekärer Arbeitsverhältnisse, z.B. aus der Welt der Leiharbeit.
einer regionalen Zeitarbeitsagentur. Er möchte verständlicherweise ebenfalls anonym bleiben, da er befürchtet, andernfalls mit einem Vergabeboykott seitens der zuständigen Jobcenter abgestraft zu werden.
Ihm verdanke ich tiefe Einblicke in das Zusammenwirken von Jobcentern und Beschäftigungsträgern, wie Zeitarbeitsfirmen, als Basis für die sog. Mehrauf-wandsentschädigungen, Ein-Euro-Jobs, sowie Hintergründe über die Welt der "Aufstocker" und anderer prekärer Arbeitsverhältnisse, z.B. aus der Welt der Leiharbeit.