Undercover Hartz-IV
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Absurder Sozialstaat a la CDU/CSU und FDP 12/09/2010
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Folgender Fernsehbeitrag vom 05. Dezember 2010 im Hessischen Rundfunk, Sendung defacto, informiert über eine der zahlreichen Absurditäten der neuen Hartz-IV Sparmaßnahmen der schwarz-gelben Unfähigkeitsregierung unter Frau Merkel und Herrn Westerwelle, die per 01.01.2011 in Kraft treten:

"Sie wissen es noch nicht wirklich, was ihnen mit dem nächsten Jahr verloren geht. Die Empfänger von Arbeitslosengeld II bekommen ab dem 1. Januar 2011 kein Elterngeld mehr. 300 Euro, die den Hartz IV-Eltern im Portemonnaie fehlen werden. Der Kniff des Gesetzgebers: Das Hartz IV- Geld wird mit dem Elterngeld verrechnet, womit es quasi entfällt. Anders Hausfrauen, die nicht arbeiten und vom Gehalt ihres Ehemanns leben. Ihnen streicht der Gesetzgeber die 300 Euro nicht. Auch können sich Erwerbstätige freuen. Sie können je nach Höhe des Gehalts weiterhin bis zu 1800 Euro im Monat ein Jahr lang vom Staat beziehen. Sozial gerecht?"

Fazit: Den ohnehin bereits Armen nimmt man, während man den Reichen und wohlhabenderen Bürgern gibt. Wo bleibt hier die laut Verfassung garantierte Gleichbehandlung?

Der Beitrag ist unter folgendem Link anzusehen:

http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=6001238

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Der Hauptmann von Köpenick feiert fröhliche Auferstehung 12/09/2010
 
Was man als Zuschauer am 05. Dezember 2010 im Hessischen Rundfunk in der Sendung defacto zu sehen bekam ist nahezu unglaublich. Mir fiel dazu spontan nur Wilhelm Voigt alias Hauptmann von Köpenick ein, der im August 1906 in Berlin-Köpenick seine berühmte Köpenickiade durchführte.
Aus Verzweiflung darüber, als Obdachloser aus Berlin ausgewiesen zu werden, wollte sich Voigt im Rathaus Köpenick nichts weiter als einen Ausweis beschaffen.
Dass wir gut 100 Jahre später nicht ein Müh von der gesellschaftlichen Grundhaltung des Kaiserreichs entfernt sind, zumindest, wenn es sich um Mitarbeiter von deutschen Behörden handelt, macht der von defacto gezeigte Beitrag auf erschütternd-eindringliche Weise deutlich.
Ein nach Australien ausgewanderter EDV Fachmann kehrt nach über 25 Jahren in seine alte Heimat Deutschland zurück. Sein erster Gang führt den arbeitswilligen Fachmann zum Jobcenter Frankfurt/M. Die Arbeitsagentur erklärt sich für nicht zuständig, da kein Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht. Das Jobcenter wiederum verweigert sich mit dem Fachmann zu befassen, da er noch keine Wohnung hat. Offiziell gilt er damit als obdachlos, wie weiland Wilhelm Voigt.
Der Fachmann begibt sich brav in das Obdachlosenzentrum, wartet geduldig Stunden, bis man ihn zum Gespräch empfängt.Dann eröffnet man ihm, dass es nicht Aufgabe des Jobcenters sei, ihm einen Job zu vermitteln oder ihn bei der Jobsuche zu unterstützen. Statt dessen wird er sofort mit einer Eingliederungsvereinbarung konfrontiert und über seine "Pflichten" belehrt.

Der gute Mann fand innerhalb von zwei Monaten einen gut bezahlten Job - allein und gegen die ihn behindernde und bevormundende Behörde namens Jobcenter.

Nicht ohne Grund weist defacto im Zusammenhang mit dem Fachkräftemangel in Deutschland auf folgende Ungereimtheiten hin: "Wir alle sollten uns die Brisanz von Fachkräftemangel klar machen“, warnte unlängst Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen. Er verursache enorme Kosten durch Produktionsausfälle und dadurch steige die Arbeitslosigkeit. Deshalb will die Ministerin jetzt die Hürden für ausländische Fachkräfte senken. Bisher galt immer das Prinzip, zuerst nach deutschen Fachkräften zu schauen, bevor man sich ausländische ins Land holt.

Schlimm an diesem Fall ist nicht nur, dass er sich überhaupt zutragen konnte, sondern schlimm ist, dass wir nicht einmal mehr über ein Staatsoberhaupt oder einen Regierungschef verfügen, der wie seinerzeit Kaiser Wilhelm II. wenigstens noch herzhaft über seine tölpelhaften Untertanen lachen konnte.

Der äußerst sehenswerte Beitrag ist über folgenden Link im Internet anzusehen:


http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=6001226


 
First Post! 12/09/2010
 
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    P.Pinkepank

    Autor und Sozialkritiker

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    December 2010

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