März 2011Fast
jedes sechste Kind in Deutschland ist arm!
Im
September 2010 lebten 1,72 Millionen (rund 16,5%) Kinder unter 15
Jahren in einem Haushalt, der Hartz-IV-Leistungen erhielt, so das
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg.
Eine Befragung von rund 4.000 Hartz-IV-Haushalten durch das IAB zeigt, in welchen Lebensbereichen diese Kinder Einschränkungen hinnehmen müssen.
Zwei Prozent von ihnen wachsen in einem Haushalt auf, der sich nicht täglich eine warme Mahlzeit leisten kann. Sechs Prozent leben in Wohnungen mit feuchten Wänden oder Fußböden.
Kulturelle Teilhabe ist für diese Kinder nicht drin
Bei teureren Konsumgütern sowie sozialer und kultureller Teilhabe muss auf mehr verzichtet werden. Laut Befragung leben 80 Prozent der Kinder im Hartz-IV-Bezug in Haushalten, in denen nicht gespart werden kann. Dadurch sind kurzfristig anfallende Ausgaben für neue Kleidung, Schulmaterialien, Freizeitaktivitäten oder ähnliches nicht möglich.
Mehr als 50% lebt in einem Haushalt, der es sich nicht leisten kann, wenigstens einmal im Monat Kino, Konzert oder Theater zu besuchen.
21 % der Kinder aus Hartz-IV-Haushalten haben Zugang zu einen Computer mit Internetanschluss.
Hier der Link zum Kurzbericht des IAB: http://doku.iab.de/kurzber/2011/kb0511.pdf
Eine Befragung von rund 4.000 Hartz-IV-Haushalten durch das IAB zeigt, in welchen Lebensbereichen diese Kinder Einschränkungen hinnehmen müssen.
Zwei Prozent von ihnen wachsen in einem Haushalt auf, der sich nicht täglich eine warme Mahlzeit leisten kann. Sechs Prozent leben in Wohnungen mit feuchten Wänden oder Fußböden.
Kulturelle Teilhabe ist für diese Kinder nicht drin
Bei teureren Konsumgütern sowie sozialer und kultureller Teilhabe muss auf mehr verzichtet werden. Laut Befragung leben 80 Prozent der Kinder im Hartz-IV-Bezug in Haushalten, in denen nicht gespart werden kann. Dadurch sind kurzfristig anfallende Ausgaben für neue Kleidung, Schulmaterialien, Freizeitaktivitäten oder ähnliches nicht möglich.
Mehr als 50% lebt in einem Haushalt, der es sich nicht leisten kann, wenigstens einmal im Monat Kino, Konzert oder Theater zu besuchen.
21 % der Kinder aus Hartz-IV-Haushalten haben Zugang zu einen Computer mit Internetanschluss.
Hier der Link zum Kurzbericht des IAB: http://doku.iab.de/kurzber/2011/kb0511.pdf
DGB wirft Regierung "Raubbau an Arbeitslosenversicherung" vor
März 2011 Gewerkschaften und Arbeitgeber haben vor Milliardendefiziten bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) durch die Hartz-IV-Reform gewarnt. In der Tageszeitung 'Die Welt' warf DGB-Vorstand Annelie Buntenbach der Bundesregierung 'einen unverantwortlichen Raubbau an der Arbeitslosenversicherung' vor', protestierte Buntenbach, die auch im Verwaltungsrat der BA sitzt. Gewerkschaften und Arbeitgeber haben vor Milliardendefiziten bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) durch die Hartz-IV-Reform gewarnt. In der Tageszeitung 'Die Welt' warf DGB-Vorstand Annelie Buntenbach der Bundesregierung 'einen unverantwortlichen Raubbau an der Arbeitslosenversicherung' vor. Die Agentur werde in eine Schuldenfalle getrieben, die zwangsläufig zu Kürzungen für Arbeitslose oder aber Beitragserhöhungen führen werde.Beitragszahler und Arbeitslose dürften jedoch nicht die Zeche zahlen 'für einen jämmerlichen Hartz-IV-Kompromiss, den die Koalition bei den Kommunen erkauft hat', protestierte Buntenbach, die auch im Verwaltungsrat der BA sitzt.Milliardenschwere Belastungen für die Beitragszahler zur Arbeitslosenversicherung durch die Hartz-IV-Beschlüsse befürchtet auch Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt. Er warnte davor, den Beitragssatz wieder zu erhöhen. Dies werde zulasten von Wirtschaftswachstum und Beschäftigung gehen. Dagegen sieht Hundt die Politik in der Pflicht, 'durch Strukturreformen in der Arbeitslosenversicherung eine Gegenfinanzierung sicherzustellen'.
Februar 2011
Keine Rente mit 67: Schuften bis zum Umfallen Unter dieser Überschrift informiert das Politmagazin "Panorama" über die rapide ansteigende Altersarmut in Deutschland, sowie deren Hauptursache: Langzeitarbeitslosigkeit. "Altersarmut wird in Deutschland zunehmend ein Problem, das weite Teile der Beschäftigten betrifft: Die Rente reicht zum sorgenfreien Leben im Ruhestand oft nicht mehr aus. Ein Grund ist die Fehlentwicklung auf den Arbeitsmärkten: Während die Löhne über Jahre hinweg zurückgingen, hat die hohe Massenarbeitslosigkeit der vergangenen Jahrzehnte bei den Betroffenen zu geringeren Rentenansprüchen geführt. den Arbeitsmärkten: Während die Löhne über Jahre hinweg zurückgingen, hat die hohe Massenarbeitslosigkeit der vergangenen Jahrzehnte bei den Betroffenen zu geringeren Rentenansprüchen geführt." (Panorama)Der ausgesprochen bedrückende Videobeitrag ist sehenswert, zeigt er doch sehr klar auf, wohin die Reise für Millionen alter Menschen, ehemaliger Langzeitarbeitsloser gehen wird, wenn nicht umgesteuert wird und das bedingungslose Grundeinkommen eingeführt wird. Der Link zum Beitrag: http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/altersarmut113.html
Keine Rente mit 67: Schuften bis zum Umfallen Unter dieser Überschrift informiert das Politmagazin "Panorama" über die rapide ansteigende Altersarmut in Deutschland, sowie deren Hauptursache: Langzeitarbeitslosigkeit. "Altersarmut wird in Deutschland zunehmend ein Problem, das weite Teile der Beschäftigten betrifft: Die Rente reicht zum sorgenfreien Leben im Ruhestand oft nicht mehr aus. Ein Grund ist die Fehlentwicklung auf den Arbeitsmärkten: Während die Löhne über Jahre hinweg zurückgingen, hat die hohe Massenarbeitslosigkeit der vergangenen Jahrzehnte bei den Betroffenen zu geringeren Rentenansprüchen geführt. den Arbeitsmärkten: Während die Löhne über Jahre hinweg zurückgingen, hat die hohe Massenarbeitslosigkeit der vergangenen Jahrzehnte bei den Betroffenen zu geringeren Rentenansprüchen geführt." (Panorama)Der ausgesprochen bedrückende Videobeitrag ist sehenswert, zeigt er doch sehr klar auf, wohin die Reise für Millionen alter Menschen, ehemaliger Langzeitarbeitsloser gehen wird, wenn nicht umgesteuert wird und das bedingungslose Grundeinkommen eingeführt wird. Der Link zum Beitrag: http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/altersarmut113.html
Februar 2011 Sozialfirmen: Sinnvolle Arbeit mit Perspektive Unter dieser Überschrift informiert das Magazin "Plus-Minus" der ARD über ein außerordentlich interessantes Projekt für Langzeitarbeitslose in unserem Nachbarland Schweiz."Langzeitarbeitslose können in der Schweiz unbefristete Jobs in sogenannten "Sozialfirmen" bekommen. Der Lohn wird weiter von den zuständigen Sozialbehörden bezahlt. Warum nicht auch in Deutschland? Experten schätzen, dass in Deutschland mindestens 500.000 langzeitarbeitslose Hartz-IV Empfänger weder kurz noch mittelfristig eine Chance auf eine dauerhafte Beschäftigung im 1. Arbeitsmarkt haben. Ihnen bleibt oft nichts anderes übrig, als auf kurze Arbeitsgelegenheiten oder Aushilfsjobs zu hoffen, um ihr geringes Einkommen etwas aufzubessern.In der Schweiz gehen einige Kommunen mit sogenannten Sozialfirmen andere Wege. Dort können Langzeitarbeitslose bleiben, bis sie eine Stelle auf dem 1. Arbeitsmarkt gefunden haben, oder bis sie in Rente gehen, wenn sie in der Sozialfirma gut mitarbeiten."Unter folgendem Weblink findet man den vollständigen schriftlichen Beitrag, sowie mehrere weiterführende Links, u.a. den über das informative Video mit dem gesendeten Beitrag von Plus-Minus: http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,xyakr0scttrodwjc~cm.asp
Wir fragen uns, weshalb für Langzeitarbeitslose so wichtige, wie gleichermaßen hilfreiche Projekte, wie das aus der Schweiz in einem Land wie Deutschland nicht mehr möglich sind? Falls Sie als Leser dazu eine Meinung haben, so lassen Sie uns diese gern via unser Blog wissen. Dank. P. Pinkepank Für uns, als Autoren von "Undercover Hartz IV" ist es ebenfalls nur schwer zu ertragen, mit welcher Brutalität und Chuzpe die amtierende Bundesregierung (wie ihre beiden Vorgängerregierungen) unser ehemals sozial einigermaßen ausgewogenes Land in einen brutalen Sozialdarwinismus treibt. Vielen der heute um ihr tägliches Überleben kämpfenden (Hartz IV, Auftocker, Zeitarbeiter, Friseure, etc.) scheint nicht klar zu sein, was da in einigen Jahren bis Jahrzehnten auf sie persönlich und uns als Gemeinwesen zukommt! Darum meinen wir, dass es jeder Anstrengung und Unterstützung für einen Politik- wie Bewußtseinswandel bedarf, und dass alle Betroffenen sich für so sinnvolle Alternativen und Perspektiven, wie das bedingungslose Grundeinkommen stark machen sollten. P. Pinkepank Gern wüßten wir Ihre Meinung dazu. Nutzen Sie unser Blog.